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Aktuelle Situation auf dem Holzmarkt:

 

Stand Juli 2020

 

 

 Situationsbericht „Sägewerke - Wald – Holzabsatz“

 

a) aktuelle Situation bei den Abnehmern

Grundsätzlich belastete die Corona – Krise die Holzverarbeitungsbetriebe in ganz Europa, wenn auch nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Beschränkungen im internationalen Handel und Einreisebeschränkungen von ausländischen Arbeitnehmern (insbesondere aus Tschechien) führten zu einer Drosselung der Produktion.

Die Holzwerkstoffindustrie hat die Produktion in den letzten Monaten stark zurückgefahren. Der Bedarf an Waldindustrie- und Sägerestholz ist somit gesunken. Dies hatte und hat immer noch negative Auswirkungen auf den Brennholzmarkt und führte zu Absatzschwierigkeiten bei den Sägewerken.

Die Papierindustrie hatte schon vor „Corona“, aufgrund des globalen Wettbewerbs und dem allgmeinen Rückgang des Papierverbrauchs Absatzschwierigkeiten. Auch hier kam es zu deutlichen Produktionsrücknahmen und somit zu einer geringeren Rundholzabnahme.

Bei den Nadelholzsägewerken, insbesondere in Deutschland, hat sich die Situation wieder leicht entspannt. Aufgrund der sehr guten Versorgungslage in Verbindung mit niedrigen Einkaufspreisen können die Sägewerke aktuell wieder auf hohem Niveau produzieren und ihre Lager füllen.
Trotz beträchtlicher Mengenreduzierung und Preisrückgängen entwickelten sich die Export-märkte, insbesondere der Nahe Osten und China, besser als prognostiziert. Zu dem gibt es aktuell einen wachsenden Markt im Heimwerkerbereich. Aufgrund der guten Geschäftslage der Betriebe im Bauhauptgewerbe ist der Absatz von Bauholz auch noch sehr gut.
Große Probleme bereitet aber die z. T. schlechte Holzqualität (zu trockenes und tiefrissiges Holz). Dies bedingt eine geringere Ausbeute und einen erhöhten Anfall von nicht sägefähigem Holz, welches dem bereits angespannten Industrie- und Brennholzmarkt zugeführt werden muss. Zu dem gibt es vermehrt Reklamationen von Seiten der Schnittholzkunden. Daher wurde der Preis für nicht sägefähiges Holz drastisch reduziert. Die Sägewerke haben z. T. Rundholzlieferungen abgewiesen und Holzpolter nicht übernommen.

 

b) aktuelle Situation im Wald

Die letzten Wochen brachten zum Glück moderate Temperaturen und einigen Niederschlag. Da es hierbei aber regional große Unterschiede gab, hat sich die Gesamtsituation des Wasserhaushaltes im Waldboden nicht nachhaltig verbessert. Insbesondere die Starkregenereignisse trugen nicht maßgeblich zur Erhöhung des Wassrspeichers bei.

Es besteht weiterhin eine latente Borkenkäfergefahr!

Aktuell gibt es auch in unserem Vereinsgebiet den ersten frischen Käferbefall.

Dies ist am Bohrmehl am Stammfuss zu erkennen.

Deshalb bitte jetzt kontrollieren!

Die Entwicklungen im Wald und beim Holzabsatz sind weiterhin unvorhersehbar!

 


c) aktuelle Vermarktungssituation

Die allgemeine Vermarktungssituation hat sich leider nicht verbessert. Das bedeutet:

• Deckelung der Vertragsmenge (d. h. Holz bei der FBG frühzeitig anmelden!)
• Reduzierung der monatlichen Liefermengen (d. h. Holz zeitnah der FBG melden!)
• Kontigentierung bei der Anfuhr (d. h. die Lagerzeiten werden länger!)
• grundsätzlich wird nur Schadholz eingekauft und entsprechend abgerechnet!
• Preisrücknahmen (Schadholz ist derzeit zu extrem niedrigen Preisen in großen Mengen verfügbar!)

Um die potentiellen Schadmengen unserer Mitglieder abzusichern hat die FBG mit verschiedenen Sägewerken Verträge für die nächsten Monate abgschlossen.
Es gilt jedoch folgendes zu beachten:

• Preise bitte bei der FBG erfragen!
• Aushaltung unbedingt vorab abklären (i. d. R. Fichte 4 m plus 10 cm, Zopf > 20 cm))
• wo möglich Langholz aushalten (Zopf:>16 cm, Länge zwischen 15 und 21 m plus 2 %)
• Käferholz muss auf Lagerplätze außerhalb des Waldes gebracht werden
• bei Polter < 25 Fm unbedingt eine Holzliste anfertigen

Die aktuelle Situation ist für die Waldbesitzer und die FBG nicht leicht. Aber im Gegensatz zu einigen Regionen in Deutschland können wir aufgrund unserer langjährigen Kontakte und guter Abnehmerstruktur Schadholz noch absetzen.

Die nächsten Monate geht es aber vorrangig um Schadensbegrenzung.
Um Problemen hinsichtlich Sortiment, Lagerung und Abfuhr vorzubeugen, sollte bitte grundsätzlich Kontakt mit der FBG aufgenommen werden.

 aktuelle Rundholzpreise

 
Auf Grund der schwierigen Situation auf dem Holzmarkt, bitte die Preise in der Geschäftsstelle erfragen 

 

 nachgefragte Holzsortimente
Losgelöst vom allgemeinen Holzmarkt ist Lärchenholz immer gut absetzbar. Wer noch Laubholz, insbesondere Eiche zu verkaufen hat, sollte sich bitte umgehend beim Holzwart Forster Georg melden.
Empfehlung der FBG Neustadt Süd für die nächsten Monate:
• Kontrollieren Sie Ihre Wälder hinsichtlich Sturm-, Käfer- oder Schneeschäden
• konsequente Aufarbeitung von Schadholz!
• Frischholzeinschlag nur nach Rücksprache mit der FBG!
• anfallende Kleinmengen < 10 Fm, insbesondere Käferholz, außerhalb des Waldes lagern (Rücksprache mit FBG) und unbedingt einzeln in Rinde messen (Holzliste)!
• Suche nach geeigneten Lagerplätze

 

Die Aushaltung der Sondersortimente (Länge und Zopf) bitte VOR Beginn des Einschlags beim Holzwart oder beim Geschäftsführer erfragen !

 

Lagerplatz Bitte lagern Sie Ihr Holz an ganzjährig LKW–befahrbaren Wegen. Bitte suchen Sie Lagerplätze die mind. 500m außerhalb des Waldes liegen. Bitte das Holz da poltern, wo im Notfall auch gespritzt werden kann, Kleinmengen zusammenführen!!
Trennung der Sortimente – Bitte Baumarten getrennt poltern.

 

 die FBG empfiehlt:

Letztes Jahr haben die Waldbesitzer größtenteils schnell reagiert. auch die Zusammenarbeit mit unseren Revierleitern Sauer und mit den Harvesterunternehmern, Holzfällern, Rückern und den Holzfahrern hat sehr gut funktioniert. Auf Grund der aktuellen warmen trockenen Witterung, ist die Borkenkäfersituation sehr kritisch, deshalb : regelmäßige Kontrolle

regelmäßige Kontrolle - Fichten sollten verstärkt auf frischen Befall (Rote Kronenverfärbung und / oder Bohrmehl am Stammfuss)

Kalamitätsanmeldung - bei größeren Schäden (ab ca. 30 Fm) sollte der Schaden beim Landesamt für Steuern in Nürnberg unverzüglich vor dem Fällen angemeldet werden. Das Formular finden Sie auf unserer Homepage unter www.fbg-new.de unter der Rubrik Downloads, „Mitteilung über Schäden infolge höherer Gewalt“

konsequente Aufarbeitung - befallene Bäume sollten zügig und konsequent aufgearbeitet werden (unsere Stammunternehmer sind verfügbar!!).

Lagerungim Idealfall sollte das Holz mindestens 500 m vom Wald entfernt gelagert werden

Vermarktung - bitte bei Windwurf und Kleinmengen und Mengen >30 FM unbedingt Rücksprache mit Holzwart Forster oder beim Geschäftsführer Bock erfragen.

Restholz - die angefallenen Gipfel sollten entweder gehackt oder verbrannt werden (aktuelle Information zur Waldbrandgefahr unter: www.dwd.de).

Kontrolle, Aufarbeitung und Verkauf des Rundholzes, sowie Häckseln der Gipfel und Verkauf der Hackschnitzel kann auf Wunsch von der FBG organisiert werden.

 

Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd w. V. - Mallersricht 9 - 92637 Weiden

E-Mail: fbg.newsued(at)t-online.de

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