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Aktuelle Situation auf dem Holzmarkt:

 

Stand März 2019

 

 

Situation auf dem Holzmarkt
 

a) deutsche Sägeindustrie

– Rückblick 2018
Das Jahr 2018 verlief für die Nadelholzsägewerke mit einem Umsatz von 4,2 Mrd. € (12% mehr als 2017) sehr positiv. Aufgrund verschiedener Schadereignisse (Stürme Frederike und Fabienne und Borkenkäfer) war die kontinuierliche Rundholzbeschaffung kein Problem. Zu dem führte das hohe Angebot zu fallenden Rundholzpreisen. Die Säger konnten somit auf hohem Niveau produzieren (eine Steigerung von 4 % im Vergleich zu 2017). Insgesamt wurden 7,6 Mio. Fm Schnittholz exportiert.


b) aktueller Schnittholzmarkt 

- Probleme mit schlechten Qualitäten
Alle Sägewerke produzieren weiterhin im Mehrschichtbetrieb. Der Absatz der schlechten Sortimente (Käferholz, D – Holz, verblaute Kiefer) wird zunehmend schwieriger. Hierbei ist sowohl die Qualität, als auch die Menge zunehmend problematisch. Der wichtige Absatzmarkt USA ist weiterhin instabil. Die gutlaufenden Märkte (Australien, Japan) werden mengenmäßig überlastet, was zu Preisrücknahmen und Mengenkürzungen führt. Der europäische Markt ist aktuell gesättigt. Die Absatzprognosen für die nächsten Monate sind gedämpft.


c)aktueller Rundholzmarkt

– Kalamitätshölzer und Käufermarkt

Auch in 2019 wird der Rundholzmarkt weiterhin durch Kalamitätsholz bestimmt. Allein der Sturm „Vaia“ im südlichen Alpenraum verursachte ca. 15 Mio. Fm Schadholz. Starker Schneefall führte vielerorts zu Schneebruch. Dieses Holz wird in den nächsten Wochen auf den Markt drängen. Hierdurch verschlechtert sich zunehmend die Verkaufsposition der Waldbesitzer.


d) aktueller Energieholzmarkt 

- Lieferkontingente bei Hackgut und hohes Brennholzangebot
Frische Waldhackschnitzel können noch kostenneutral abgesetzt werden. Die Anfuhr ist aber weiterhin kontingentiert. Hinsichtlich der Qualität sind die Anforderungen gestiegen, d. h. reines Astmaterial wird z. T. abgelehnt. Aufgrund des großen Angebots gerät der Brennholzmarkt zunehmend unter Druck, mit negativen Auswirkungen auf den Preis.


e) Holzbereitstellung und Abfuhr 

– schnelle Abfuhr, zeitnahe Bereitstellung
Bei ordnungsgemäß gelagerten Holzpoltern, erfolgt die Abfuhr aktuell noch sehr schnell. Im ausgehenden Winter ist die Abfuhr erfahrungsgemäß schwieriger und das Risiko einer Qualitätsminderung größer. Melden Sie ihr fertiggestelltes Rundholz möglichst zeitnah.


f) aktuelle Rundholzpreise

 
Auf Grund der schwierigen Situation auf dem Holzmarkt, bitte die Preise in der Geschäftsstelle erfragen 

 

g) nachgefragte Holzsortimente
Losgelöst vom allgemeinen Holzmarkt ist Lärchenholz immer gut absetzbar. Wer noch Laubholz, insbesondere Eiche zu verkaufen hat, sollte sich bitte umgehend beim Holzwart Forster Georg melden.
Empfehlung der FBG Neustadt Süd für die nächsten Monate:
• Kontrollieren Sie Ihre Wälder hinsichtlich Sturm-, Käfer- oder Schneeschäden
• konsequente Aufarbeitung von Schadholz!
• Frischholzeinschlag nur nach Rücksprache mit der FBG!
• anfallende Kleinmengen < 10 Fm, insbesondere Käferholz, außerhalb des Waldes lagern (Rücksprache mit FBG) und unbedingt einzeln in Rinde messen (Holzliste)!
• Suche nach geeigneten Lagerplätze

 

Die Aushaltung der Sondersortimente (Länge und Zopf) bitte VOR Beginn des Einschlags beim Holzwart oder beim Geschäftsführer erfragen !

 

Lagerplatz Bitte lagern Sie Ihr Holz an ganzjährig LKW–befahrbaren Wegen. Bitte suchen Sie Lagerplätze die mind. 500m außerhalb des Waldes liegen. Bitte das Holz da poltern, wo im Notfall auch gespritzt werden kann, Kleinmengen zusammenführen!!
Trennung der Sortimente – Bitte Baumarten getrennt poltern.

 

 die FBG empfiehlt:

Letztes Jahr haben die Waldbesitzer größtenteils schnell reagiert. auch die Zusammenarbeit mit unseren Revierleitern Sauer und Urban und mit den Harvesterunternehmern, Holzfällern, Rückern und den Holzfahrern hat sehr gut funktioniert. Auf Grund der aktuellen warmen trockenen Witterung, ist die Borkenkäfersituation sehr kritisch, deshalb : regelmäßige Kontrolle

regelmäßige Kontrolle - Fichten sollten verstärkt auf frischen Befall (Rote Kronenverfärbung und / oder Bohrmehl am Stammfuss)

Kalamitätsanmeldung - bei größeren Schäden (ab ca. 30 Fm) sollte der Schaden beim Landesamt für Steuern in Nürnberg unverzüglich vor dem Fällen angemeldet werden. Das Formular finden Sie auf unserer Homepage unter www.fbg-new.de unter der Rubrik Downloads, „Mitteilung über Schäden infolge höherer Gewalt“

konsequente Aufarbeitung - befallene Bäume sollten zügig und konsequent aufgearbeitet werden (unsere Stammunternehmer sind verfügbar!!).

Lagerungim Idealfall sollte das Holz mindestens 500 m vom Wald entfernt gelagert werden

Vermarktung - bitte bei Windwurf und Kleinmengen und Mengen >30 FM unbedingt Rücksprache mit Holzwart Forster oder beim Geschäftsführer Bock erfragen.

Restholz - die angefallenen Gipfel sollten entweder gehackt oder verbrannt werden (aktuelle Information zur Waldbrandgefahr unter: www.dwd.de).

Kontrolle, Aufarbeitung und Verkauf des Rundholzes, sowie Häckseln der Gipfel und Verkauf der Hackschnitzel kann auf Wunsch von der FBG organisiert werden.

 

Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd w. V. - Mallersricht 9 - 92637 Weiden

E-Mail: fbg.newsued(at)t-online.de