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Aktuelle Situation auf dem Holzmarkt:

 

Stand April 2020

 

 

Situation auf dem Holzmarkt
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a)    aktuelle Situation bei den AbnehmernDie Versorgung mit Rundholz ist für die Sägewerke aktuell noch ausreichend. Es herrscht jedoch Ungewissheit, wie lange die Lieferung aus Tschechien, Stichwort Corona, noch uneingeschränkt möglich ist. Große Sorge bereitet den Sägewerken der Schnittholzabsatz. Wichtige Märkte wie Italien, China und die USA sind komplett weggebrochen. Da die Entwicklung der „Weltwirtschaft“ unvorhersehbar ist, wird sich die Lage insgesamt weiter verschärfen, d. h. das Auftragsvolumen wird deutlich zurückgehen, die großen Schnittholz-händler werden abwarten und die Preise werden nachgeben. Auch der Absatz der Sägenebenprodukte (Sägemehl, Hackschnitzel) ist sehr schwierig. Hierbei ist vor allem die Menge das Problem.
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b)    aktuelle Situation im WaldDie größeren Schäden von Sturm „Sabine“ sind überwiegend aufgearbeitet worden. Größtenteils wurde dies von der FBG organisiert. Problematisch sind aber die vielen Einzelwürfe. Bitte nehmen Sie diese ernst und arbeiten sie die Schadhölzer konsequent bis spätestens Mitte Mai auf. Auch die Situation beim Borkenkäfer ist weiter nicht zu unterschätzen. Bitte kontrollieren sie vor allem die Schadgebiete vom letzten Jahr.
Bei den Neuanpflanzungen richten lokal Mäuse massive Schäden an. Bitte kontrollieren Sie gefährdete Anpflanzungen und lassen sich von dem zuständigen Revierleiter hinsichtlich Bekämpfungsmöglichkeiten beraten. Bei der Pflanzung von Nadelholz ist es ratsam hinsichtlich Rüsselkäfer zu kontrollieren und gegebenenfalls eine Bekämpfung (Spritzen) durchführen zu lassen. Hierbei ist die „sachkundige“ Ausführung zu beachten.
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c)    aktuelle Vermarktungssituation Das Holz in Folge Borkenkäfer, Prachtkäfer und Windwurf unserer Mitglieder vom
I. Quartal konnte komplett verkauft werden.
Da die Entwicklung des Absatzes nicht vorhersehbar ist, sollte bis auf Weiteres auf Frischholzeinschlag verzichtet werden. Anfallendes Schadholz, i. d. R. Käferholz, sollte auf Lagerplätze außerhalb des Waldes gebracht werden.
Förderung beachten und die Beratung durch FBG und Revierleiter in Anspruch nehmen Grundsätzlich Kontakt mit FBG aufnehmen (Preise, Sortimente und Lagerplatz).


Nehmen Sie die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt an, und bewirtschaften Sie aktiv Ihren Wald:

• Pflanzung (Weichenstellung für die Zukunft! Nicht nur auf eine Baumart setzen!)
• Pflege (entscheidend für einen stabilen Wald! Mischbaumarten wie z. B. Birke erhalten)
• Holzernte (Holz dann nutzen, wenn Nachfrage besteht und nicht nur wenn man muss!)

 aktuelle Rundholzpreise

 
Auf Grund der schwierigen Situation auf dem Holzmarkt, bitte die Preise in der Geschäftsstelle erfragen 

 

g) nachgefragte Holzsortimente
Losgelöst vom allgemeinen Holzmarkt ist Lärchenholz immer gut absetzbar. Wer noch Laubholz, insbesondere Eiche zu verkaufen hat, sollte sich bitte umgehend beim Holzwart Forster Georg melden.
Empfehlung der FBG Neustadt Süd für die nächsten Monate:
• Kontrollieren Sie Ihre Wälder hinsichtlich Sturm-, Käfer- oder Schneeschäden
• konsequente Aufarbeitung von Schadholz!
• Frischholzeinschlag nur nach Rücksprache mit der FBG!
• anfallende Kleinmengen < 10 Fm, insbesondere Käferholz, außerhalb des Waldes lagern (Rücksprache mit FBG) und unbedingt einzeln in Rinde messen (Holzliste)!
• Suche nach geeigneten Lagerplätze

 

Die Aushaltung der Sondersortimente (Länge und Zopf) bitte VOR Beginn des Einschlags beim Holzwart oder beim Geschäftsführer erfragen !

 

Lagerplatz Bitte lagern Sie Ihr Holz an ganzjährig LKW–befahrbaren Wegen. Bitte suchen Sie Lagerplätze die mind. 500m außerhalb des Waldes liegen. Bitte das Holz da poltern, wo im Notfall auch gespritzt werden kann, Kleinmengen zusammenführen!!
Trennung der Sortimente – Bitte Baumarten getrennt poltern.

 

 die FBG empfiehlt:

Letztes Jahr haben die Waldbesitzer größtenteils schnell reagiert. auch die Zusammenarbeit mit unseren Revierleitern Sauer und mit den Harvesterunternehmern, Holzfällern, Rückern und den Holzfahrern hat sehr gut funktioniert. Auf Grund der aktuellen warmen trockenen Witterung, ist die Borkenkäfersituation sehr kritisch, deshalb : regelmäßige Kontrolle

regelmäßige Kontrolle - Fichten sollten verstärkt auf frischen Befall (Rote Kronenverfärbung und / oder Bohrmehl am Stammfuss)

Kalamitätsanmeldung - bei größeren Schäden (ab ca. 30 Fm) sollte der Schaden beim Landesamt für Steuern in Nürnberg unverzüglich vor dem Fällen angemeldet werden. Das Formular finden Sie auf unserer Homepage unter www.fbg-new.de unter der Rubrik Downloads, „Mitteilung über Schäden infolge höherer Gewalt“

konsequente Aufarbeitung - befallene Bäume sollten zügig und konsequent aufgearbeitet werden (unsere Stammunternehmer sind verfügbar!!).

Lagerungim Idealfall sollte das Holz mindestens 500 m vom Wald entfernt gelagert werden

Vermarktung - bitte bei Windwurf und Kleinmengen und Mengen >30 FM unbedingt Rücksprache mit Holzwart Forster oder beim Geschäftsführer Bock erfragen.

Restholz - die angefallenen Gipfel sollten entweder gehackt oder verbrannt werden (aktuelle Information zur Waldbrandgefahr unter: www.dwd.de).

Kontrolle, Aufarbeitung und Verkauf des Rundholzes, sowie Häckseln der Gipfel und Verkauf der Hackschnitzel kann auf Wunsch von der FBG organisiert werden.

 

Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd w. V. - Mallersricht 9 - 92637 Weiden

E-Mail: fbg.newsued(at)t-online.de